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ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer)

ABS ist ein amorpher Kunststoff mit feinem Oberflächenglanz. Prozessvariationen führen zu unterschiedlichen Materialeigenschaften.

Gut geeignet für die Einfärbung mit allen Farben. Generelle mechanische Eigenschaften sind: steif, zäh, geringe Schlag- und Kerbempfindlichkeit, sowie gute Dämpfungseigenschaften, sowohl mechanisch als auch akustisch.

Im Vergleich zu Polystyrol ist die chemische Beständigkeit und Temperaturstabilität von ABS wesentlich besser.

ABS werden überwiegend zur Herstellung hochwertiger technischer Teile verwendet, die u.a. für Automobile oder Elektroartikel bestimmt sind.



Alterungsbeständig:

Dieser Begriff beschreibt Materialien, die trotz langer Lagerungszeiten ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften, sofern angemessene Lagerungsbedingungen vorliegen, beibehalten.



Brennbarkeitsklassen:

Beschreibt das Brandverhalten von Stoffen gemäß der UL 94-Prüfmethode. Hierbei wird in folgenden Klassen unterteilt:

  • HB (Horizontal Burn)
    Bei der Testmethode HB wird ein Prüfkörper horizontal an einem Ende entzündet. Die Brenngeschwindigkeit darf 76 mm/min (bei über 3 mm Prüfkörperdicke 38 mm/min) nicht überschreiten.
  • V-2 bis V-0 (Vertical Burn)
    Der Prüfkörper wird vertikal positioniert und am unteren Ende entzündet. Diese Testmethode ist damit strenger als 94 HB. Sie teils sich in die 3 Klassifizierungen 94V-0, 94V-1 und 94V-2 auf.

  • V-2
    Selbstverlöschend bis spätestens 30 Sekunden, brennende Tropfen sind zulässig.

  • V-1
    Selbstverlöschend bis spätestens 30 Sekunden, brennende Tropfen sind nicht zulässig, Nachglimmen maximal 60 Sekunden.

  • V-0
    Selbstverlöschend bis spätestens 10 Sekunden, brennende Tropfen sind nicht zulässig, Nachglimmen maximal 30 Sekunden.

  • 5V
    Verschärfte Brandprüfung. Ein vertikal positionierter Prüfkörper wird 5mal jeweils 5 min lang einer 127 mm hohen Flamme ausgesetzt. Nach der letzen Beflammung kein Nachbrennen oder Nachglimmen länger als 60 Sekunden und keine brennenden Tropfen zulässig.

  • 5VB
    Wie 5V, mit horizontalem Prüfkörper. Brandloch nach dem Verlöschen zulässig.

  • 5VA
    Wie 5VB, aber kein Brandloch zulässig.



CTI (engl. Comperative tracking index):

Mit dem CTI-Wert wird die Kriechstromfestigkeit nachgewiesen. Hierbei gibt man die Beständigkeit eines Stoffes an, einer Spannungsdifferenz zu widerstehen (siehe Kriechstromfestigkeit).





Dichte:

Die Dichte beschreibt das Größenverhältnis zwischen Masse und Volumen eines Stoffes in kg/m³ bzw. g/cm³.





Dichtungen:

Dichtungen sollen das Ausfließen oder Hineindringen von Flüssigkeiten, Gasen oder festen Stoffen, wie z.B. Staub, an Trennstellen von Bauteilen abwehren oder zumindest reduzieren.

Dichtungen können Aufgaben übernehmen, wie zum Beispiel als elektrischer Isolator, zur Wärmeleitung (Wärmeableitung) oder Kraftübertragung. Es gibt verschiedene Dichtwerkstoffe, z.B. Kunststoffe, Dichtungspasten, Gummi, etc.





Durchschlagsspannung (engl. Dielectric strenght):

Als Durchschlagsspannung bezeichnet man den elektrischen Schlag durch die Isolationsfolie, auf einen metallischen Leiter, hindurch zu fließen.

 



E-CTFE/ETFE (Ethylen-Chlortrifluorethylen / Ethylen-Tetrafluorethylen)

E-CTFE und ETFE sind teilkristalline Fluorkunststoffe. Beide Kunststoffe zeichnen sich durch sehr gute Chemikalienbeständigkeit aus, haben im Vergleich zu PTFE aber eine geringere Temperaturstabilität.

Anwendungsbereiche: Chemieanlagenbau,Transport- und Fördertechnik Elektrotechnik, Pumpen- und Armaturenbau, Medizintechnik, Lasertechnik



EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer)

EPDM ist ein Polymerisat aus Ethylen, Propylen und einem geringen Dien-Anteil.

EPDM hat eine hohe Heißwasser- und Dampfbeständigkeit und eine für Synthesekautschuk gute Kältebeständigkeit. EPDM besitzt außerdem eine sehr gute Alterungs- und Ozonbeständigkeit.

Das Material zeichnet sich durch eine überdurchschnittlich gute Chemikalienbeständigkeit aus, die Mineralöl- und Fettbeständigkeit ist jedoch eher schlecht.

Aus EPDM werden viele  unserer Dichtungen hergestellt, da das Material auch bei Kälte hochflexiblel, UV-beständig und langlebig ist.



FEP/PFA (Tetrafluorethylen-Perfluorpropylen / Perfluoralkoxy ,Teflon)

FEP und PFA sind fluorierte Kohlenwasserstoffe mit hochmolekularer, teilkristalliner Struktur. FEP und PFA sind durchscheinend und haben eine nicht adhäsive (nicht haftende) Oberfläche.

Die mechanischen und chemischen Eigenschaften sind vergleichbar mit PTFE, jedoch ist die Gebrauchstemperatur auf den Bereich bis +205 bzw. +250°C begrenzt. Die Wasseraufnahme von FEP ist äußerst gering.



FPM (Fluor-Polymer, Viton)

FPM ist ein Fluorkohlenwasserstoff-Elastomer mit einer sehr guten Beständigkeit gegen die Einwirkung von Mineralölen, aliphatischen und aromatischen Kohlenwasserstoffen sowie Chlorkohlenwasserstoffen, konzentrierten und verdünnten Säuren, schwachen Alkalien.

FPM hat eine ausgezeichnete Temperaturbeständigkeit bis zu 205° C, eine hervorragende Alterungsbeständigkeit und gute mechanischen Werte.



Glimmer (engl. Mica)

Glimmer ist ein klar durchsichtiges Material (Aluminosilikat) mit einem hohen dielektrischen Widerstand; es ist beständig gegen eine konstante Arbeitstemperatur von 550°C und hat einen Schmelzpunkt von ca. 1250°C.

Darüber hinaus ist Glimmer beständig gegen fast alle Medien wie z.B. Alkalien, mica Chemikalien, Gasse, Öle und Säuren.

Glimmer gehört zu einer wichtigen und relativ großen Gruppe von Mineralien und eignet sich für zahlreiche Anwendungen.

Unsere Kunden setzen Muscovite-Glimmer und Phlogopite-Glimmer ein.

Muscovite-Glimmer ist ein durchsichtiges Material, das sich besonders für optische Anwendungen eignet, wie z.B. Glimmerscheiben für Schaugläser und Glimmerfenster, aber auch als elektrisches Isolationsmaterial.

Phlogopite-Glimmer ist ein grau-braunes Material und ist nicht geeignet für optische Anwendungen.

Phlogopite-Glimmer ist sehr gut geeignet als elektrisches Isolationsmaterial.



Haftvermittler (engl. Primer):

Haftvermittler benötigt man, um die Kleberhaftung zwischen zwei Materialien zu optimieren.

 



Hartpapier

Es gibt verschiedene Typen Hartpapier:

Phenolharz-Hartpapier PF CP 201 (Hp 2061)

Diese Qualität weist gute mechanische Festigkeit und elektrische Eigenschaften auf, die im Nieder­spannungsbereich verlangt werden. Da sie bis 2,5 mm Dicke gut stanzbar ist, eignet sie sich für die Her­stellung von Stanzteilen in der Autoelektrik, aber auch als spangebend bearbeitete Montageplatte im Schalttafelbau.

Als Typ PF CP 202 (Hp 2061.5) zeigt Phenolharz-Hartpapier hohe elektrische Durchschlagfestigkeit und hat sich deshalb im Hochspannungsbereich bestens bewährt.

PF CP 203 (Hp 2061.6) überzeugt mit guten dielektrischen Eigenschaf­ten und geringer Wasseraufnahme.

Ein bekannter Markenname für Hartpapier ist Pertinax.



HDPE (Polyethylen hoher Dichte)

HDPE gehört zur Materialgruppe der Polyolefine. Diese teilkristallinen Kunststoffe zeichnen sich durch gute chemische Widerstandsfähigkeit und gute elektrische Eigenschaften aus. Im Vergleich zu LDPE ist HDPE relativ steif, bei erhöhter Festigkeit und chemischer Beständigkeit. Anwendungsbereiche:

- Flachfolie Rollenware / Flachfolie Zuschnitte (lose oder auf Rolle)
- Schrumpffolie
- Schlauchfolie
- Baufolie
- Abdeckfolie



Heißschmelzkleber

Ein Heißschmelzkleber wird in geschmolzener Form aufgetragen und haftet dann an der jeweiligen Oberfläche, wenn es wieder auf eine Temperatur unterhalb des Schmelzpunktes abgekühlt wird. Allerdings weisen sich Heißschmelzkleber dadurch aus, dass sie meist nur gering temperatur- und alterungsbeständig sind.

 



Isolierstoffklassen:

Die Isolierstoffklassen teilen Isolierstoffe in Temperaturbereiche auf, für die sie geeignet sind. Die Isolierstoffe verlieren durch die ständig vorhandene Verlustwärme des Elektromotors, Transformators, Generators und elektrischen Gerätes an Wirkung.

Dieser chemische Alterungsprozess wird mit steigender Temperatur exponentiell beschleunigt. Daher muss man Isoliermaterialien und Tränkmittel der entsprechenden Klasse verwenden, um eine ausreichende Lebensdauer der Isolierung zu erreichen.

 Isolierstoffklasse

 Temperatur

 Y

90 °C

 A

105 °C

 E

120 °C 

 B

130 °C 

 F

155 °C 

 H

180 °C 

 C

 200 °C

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu den Isolierstoffklassen können der IEC 85, der IEC 216 sowie der VDE 0530, Teil 1 entnommen werden.

 



Kalandrieren:

Das Kalandrieren wird auch als Walzverfahren bezeichnet und dient zur Herstellung von Folien. Der Kalander besteht aus mehreren hochpolierten und sehr schnell drehenden Walzen, zwischen deren engem Spalt die Folie unter starkem Druck hindurchgeführt wird.

Das Kalandrieren wird besonders dann eingesetzt, wenn die Vorgaben der Foliendicke in besonders engen Grenzen liegen, hochwertige Oberflächen oder glänzende Glätte, mit Spezialkalandern (z.B. mit Prägung) erzeugt werden.

 



Kriechstromfestigkeit:

Eine Kennzahl, welche dazu dient die Eignung eines Werkstoffes als Isolierstoff zu identifizieren.

Zur Beurteilung der Kriechstromfestigkeit von Isolierstoffen dient das in der gesamten Niederspannungstechnik angewendete Verfahren gemäß DIN IEC 60112.

Die Ergebnisse eines solchen Prüfverfahrens sind mit einer unvermeidlichen, systembedingten Ungenauigkeit behaftet.

 



Kohäsion:

Die Kohäsion bezeichnet die innere Festigkeit des Klebstoffes. Somit ist das der Zusammenhalt der Klebstoffteile (Moleküle) untereinander. Je höher die Kohäsion, desto höher die Festigkeit des Klebstoffes.

 



Kynol® Novoloid Fasern

Kynol® Novoloid Fasern sind chemisch-vernetzte Phenolharz Fasern.

Die speziellen Vorteile liegen vor allem in der hohen Flammbeständigkeit, keinem Schmelzpunkt, minimaler Rauchentwicklung und praktisch keinen toxischen Gasen im Brandfall (kein HCN oder Halogene etc.).

Außerdem bieten sie neben einer hervorragenden Beständigkeit gegen Säuren, Alkalien, Lösungsmittel, Öle und Dampf auch eine sehr gute elektrische und thermische Isolierung (auch bis minus 196° C).



Laminat:

Ein Laminat ist die Kombination mindestens zweier Lagen gleicher oder verschiedener Materialien, welche z.B. durch Verkleben miteinander verbunden werden.

 



LDPE (Polyethylen niedriger Dichte)

LDPE gehört zur Materialgruppe der Polyolefine. Diese teilkristallinen Kunststoffe zeichnen sich durch gute chemische Widerstandsfähigkeit und gute elektrische Eigenschaften aus.

LDPE ist weich und elastisch, verglichen mit HDPE ist die Beständigkeit gegenüber organischen Lösemitteln geringer.

Die maximale Gebrauchstemperatur ist auf 95°C begrenzt. Anwendungsbereiche von LDPE-Folie:

- matte, strukturierte, glatte oder rauhe Metalloberflächen
- Edelstahl geschliffen, grob gebürstet
- Aluminium
- PVC-Profile
- Lacke und Kunststoffe (PVDF-,Polyester-,Acryl-Lacke)
- Fenster, Türen, Glas



NBR

NBR ist ein Polymerisat aus Butadien und Acrylnitril. NBR hat eine gute Widerstandsfestigkeit gegen Deformation, Abnutzung und Ozon, sowie eine exzellente Öl- und Benzinresistenz.

Die Beständigkeit gegen Säuren ist nur bedingt, gegen Lösemittel gar nicht gegeben. NBR ist nicht wetterbeständig, ein Einsatz im Nahrungsmittelbereich ist nicht zu empfehlen.



Nitrilchloropren-Kautschuk – NCR

Die Verwendung von Nitril in Chloropren-Kautschuk erhöht die dynamische Beanspruchbarkeit. Für Gummiplatten mit hoher Anforderung an Öl- und Fettbeständigkeit auf tierischer, pflanzlicher oder Mineralölbasis, sowie hoher mechanischer Beanspruchung ist NCR besser geeignet als CR.

Das Material wird für stark beanspruchte Gummiartikel, z. B. für die Ölindustrie und den Maschinenbau wie Dichtungen, Schläuche, Statoren; Riemen für die Automobilindustrie, Kabelisolierung, Spezialkupplungen, verwendet.



NR

NR (Naturkautschuk) ist ein Naturprodukt, das aus Gummibäumen (Hevea brasiliensis) gewonnen wird. Es weist eine sehr hohe Zugfestigkeit, Elastizität, Kälteflexibilität und hervorragende dynamische Eigenschaften auf.

Das Material ist widerstandsfähig gegen viele Säuren und hat eine gute Beständigkeit gegen Alkalien und Alkohole. Ohne entsprechende Ausrüstung mit Schutzmitteln ist die Alterungs- und Ozonbeständigkeit nur gering.

Nicht geeignet für Einsatz in Verbindung mit Benzin, Öl, Fett, Lösungsmitteln und hohen Temperaturen.



PA (Polyamid, Nylon)

PA ist ein teilkristalliner Kunststoff, dessen Naturfarbe milchweiß ist. Auch amorphe und transparente Typen werden hergestellt. Große Festigkeit, Zähigkeit und gute Lagereigenschaften sind für PA charakteristisch.

Die Eigenschaften von PA werden von Kristallisationsgrad und Wassergehalt beeinflußt. Steigender Wassergehalt und/oder fallender Kristallisationsgrad ergeben niedrigere Festigkeitseigenschaften, aber größere Zähigkeit.

Gute chemische Beständigkeit besteht gegenüber organischen Lösemitteln, doch kann PA leicht von Säuren und oxidierenden Chemikalien angegriffen werden.



PE (Abkürzung für Polyethylen):

Polyethen ist ein sehr weicher Thermoplast, welches der in der Industrie meist eingesetzte Kunststoff ist. Die Dichte von Polyethen beträgt je nach Herstellungsart zwischen 0,90 und 0,95 g/ cm3

In der Regel ist er farblos bis milchig, kann aber eingefärbt werden.

Weitere Eigenschaften:

  • Geruchslos
  • Geschmacksneutral
  • Wasserbeständig
  • Geringe UV- und Temperaturbeständigkeit
  • sehr gutes elektrisches und dielektrisches Verhalten

 



PET-Folie:

PET-Folien zeichnen sich vor allem durch hohe Zugfestigkeit, chemische, mechanische und thermische Stabilität sowie Transparenz aus. Sie sind ein guter elektrischer Isolator und hat eine geringe Wasseraufnahme (0,3%), sowie eine elektrische Durchschlagsfestigkeit von etwa 133 V/µm.

Standardstärken sind:

  • 23 µm
  • 36 µm
  • 50 µm
  • 100 µm
  • 150 µm
  • 190 µm
  • 250 µm
  • 300 µm
  • 350 µm

Bekannteste Marken sind Mylar A von Dupont sowie Hostaphan von Mitsubishi.



PETG (Co-Polyester)

PETG ist ein teilkristalliner Kunststoff mit guter Bruchfestigkeit. Ausserdem besitzt PETG eine sehr gute Transparenz und ist beständig gegen Wasser, wässrige Lösungen, Salze, aliphatische Stoffe, Kohlenwasserstoffe und Öle.



PMP (Polymethylpenten)

PMP gehört zur Materialgruppe der Polyolefine. Diese teilkristallinen Kunststoffe zeichnen sich durch gute chemische Widerstandsfähigkeit und gute elektrische Eigenschaften aus.

Die chemische Beständigkeit ist vergleichbar mit PP, doch besteht Neigung zu Spannungsrissen durch die Einwirkung von Ketonen oder z.B. chlorierten Lösungsmitteln.

Die Hauptvorteile von PMP sind seine exzellente Transparenz und die guten mechanischen Eigenschaften selbst bei erhöhten Gebrauchstemperaturen bis zu 175°C.



Polycarbonat (PC)

PC ist überwiegend amorph mit geringer Kristallisationsneigung. PC ist glasig, aber nicht kristallklar.

PC bietet eine Kombination von Metall- und Glaseigenschaften wie hohe Schlagzähigkeit, Transparenz, große Steifheit, Dimensionsstabilität und hohe Wärmebeständigkeit.

Polycarbonat hat ein hervorragendes elektrisches Isolationsvermögen und ist selbstverlöschend nach Entfernen der Flammquelle.



Polycarbonat ist ein transparenter, äußerst schlagzäher Thermoplast, und wird als Halbzeug in klarer Ausführung am häufigsten verwendet.

Bemerkenswert ist - nebst den guten dielektrischen Eigenschaften - seine Verwendbarkeit bei tiefen und hohen Temperaturen (-90 bis +135°C). PC wird klartransparent hergestellt und bietet dabei das Höchstmass an Schlagzähigkeit aller transparenten Thermoplaste.

Wir liefern Polycarbonatplatten und Folien der Marken Lexan und Makrofol.



Polymidfolie:

(engl. polyimide film)
Polymid ist eine Kunststoff-Folie mit höchster Temperaturbeständigkeit. Bekannte Produkte sind Kapton® (Fa. DuPont) sowie Norton TH® (Fa. St. Gobain).

Hohe Dauereinsatztemperaturen bis zu 300 °C sind möglich und Polymid bietet dabei beste mechanische und elektrische Eigenschaften. Die hellbräunliche, halbtransparente Folie wird häufig in der Elektroindustrie bei Hochtemperaturanwendungen eingesetzt.



POM (Polyoxymethylen)

POM, auch Polyacetal genannt, gehört zur Gruppe der technischen Kunststoffe. POM ist hochkristallin und zeigt Materialeigenschaften wie große Härte, Steifigkeit und Festigkeit, Zähigkeit, gute Chemikalienbeständigkeit und gute Lagereigenschaften.

Infolge hoher Oberflächenhärte und niedriger Reibwerte ist dieser Stoff außergewöhnlich verschleißfest. Es wurde für Anwendungen z.B. in der Elektrotechnik entwickelt und wird z.B. in Isolatoren, Spulenkörpern, Steckverbindern, Schalterbauteilen und Haushaltsgerätebauteilen eingesetzt



PP-Folie (Polypropylen):

Die Dichte von PP liegt zwischen 0,895 g/cm³ und 0,92 g/cm³. PP ist deshalb der Kunststoff mit der geringsten Dichte und gehört wie PE zu den Polyolefinen. PP hat eine gute Beständigkeit gegen fast alle organischen Lösemittel und Säuren, gute Einreißfestigkeit, allerdings weißt PP eine geringe Temperaturbeständigkeit auf. Ausserdem ist PP geruchlos und geschmacksneutral.

 



Prepreg

Prepreg (preimpregnated fibers) bezeichnet ein Halbzeug, bestehend aus Endlosfasern und einer ungehärteten Kunststoffmatrix. Die Endlosfasern können als unidirektionale Schicht, als Gewebe oder Gelege vorliegen.

Ein Prepreg ist maschinell oder manuell weiterverarbeitbar und ergibt dank der maschinellen Vorimprägnierung eine gleichmäßig hohe Qualität. In der Praxis werden vor allem Glas- (GFK), Kohlenstoff – (CFK), und Aramidfasern zu Prepreg verarbeitet.



PS (Polystyrol)

PS ist ein amorphes Material, das glasig ist und hohen Oberflächenglanz besitzt, zudem ist PS steif, hart und spröde, aber sehr kerbempfindlich.

DAs Material ist gegenüber wässrigen Lösungen gut beständig, jedoch gering beständig gegenüber Lösemitteln. Zu beachten ist die eingeschränkte Temperaturbeständigkeit und die Neigung zu Spannungsrissen.

Ausserdem weist Polystyrol eine gute Bedruckbarkeit auf und findet häufig Anwendung in der Verpackungsindustrie.



PSU (Polysulfon)

PSU ist amorph, hart und erscheint transparent im gelblichen Farbton. PSU kann wiederholt bei 121°C dampfsterilisiert werden (autoklavieren), ist aber nicht UV-beständig.

Anwendungsbereiche: Medizinische Geräte, Spulenkörper, vermehrt auch im Luftfahrt- und Sicherheitsbereich oder Elektronikbereich (PES-Folienherstellung für LCD-Displays).



PTFE (Polytetrafluorethylen):

PTFE bekannt unter den Handelsnamen Teflon® (Fa. DuPont), ist ein thermoplastischer Kunststoff von milchig weißer Farbe, der sich wachsartig

anfühlt.

Es bietet den höchsten Gebrauchstemperaturbereich von -270°C bis +270°C und ist auch für den Einsatz im Mikrowellenofen geeignet. Die Oberfläche ist nicht adhäsiv (nicht haftend), die Gleiteigenschaften sind besser als bei FEP und PFA.

Aufgrund seiner besonderen Werkstoffeigenschaften nimmt er im Vergleich zu anderen thermoplastischen Kunststoffen eine wichtige Stellung ein.

 



PU (Polyurethane):

Die Dichte von ungeschäumtem Polyurethan variiert zwischen rund 1000 und 1250 kg/m3. Polyurethane sind vielseitig einsetzbar, z.B. die Benutzung als Schaum, für Lacke und Klebstoffe oder aber Schall- und Wärmeschutz.



PVC-Folie(Polyvinylchlorid):

Polyvinylchlorid, ist eines der am meisten verwendeten Kunststoffe. PVC ist eine stabile Folie, welche erst mit Weichmachern, o.ä. weich und verformbar gemacht wird, bevor es im Isolierbereich zum Einsatz kommt.

PVC ist korrosionsbeständig und schwer entflammbar. Jedoch weist PVC eine geringe Temperaturbeständigkeit auf und ist auch nicht als Wärmeleiter zu empfehlen. Das Material ist glasklar oder gefärbt verfügbar, elektrisch gut isolierend oder antistatisch. Dabei ist PVC wetterbeständig, langlebig und aufgrund seines Chlorgehaltes schwer entflammbar und abriebfest.



PVDF (Polyvinylidenfluorid)

PVDF ist ein thermoplastisch, wie auch im Zerspanungsverfahren verarbeitbarer Fluorkunststoff und weist zusätzlich eine gute bis sehr gute chemische Beständigkeit auf.

Im Vergleich zu PTFE ist PVDF wesentlich härter und steifer, der Gebrauchstemperaturbereich ist aber kleiner.



Reißfestigkeit:

Die Reißfestigkeit ist die Kraft von z.B. einer Kunststofffolie, die im Augenblick des Reißens ermittelt wird. Dies wird mit einer Zugprüfmaschine untersucht und das Resultat wird in N/mm (Kraft pro Fläche) angegeben. Bei Textilfasern unterscheidet man zwischen der Trockenfestigkeit und der Nassfestigkeit, je nachdem, ob an trockenen oder nassen Fasern gemessen wird.



Scherfestigkeit:

Die maximale Spannung, mit der ein Material beansprucht werden kann, bevor es bricht. Dies entspricht auch der Bruchfestigkeit eines Materials, das einer Scherbelastung ausgesetzt ist. Bei einer Kunststofffolie bedeutet das, die maximale Kraft, die benötigt wird, bis die einzelnen Komponenten ganz voneinander gelöst sind. Das Messverfahren hierzu nennt man Scherversuch.



Silikon-Kautschuk (SI)

SI ist ein hochpolymeres Organosiloxan und behält auch über längere Zeit seine sehr gute Hitze- und Kältebeständigkeit, welche allerdings nicht auf Heißwasser oder Dampf übertragen werden darf.

Sehr gute Beständigkeit gegen Sauerstoff, Ozon, UV-Strahlen und Wettereinflüsse. SI hat von allen Elastomeren die schlechteste Gasdichtigkeit und eine mittlere mechanische Festigkeit.    



Silikonisieren:

Um Oberflächen von Kunststofffolien kleberabweisend auszurüsten, benutzt man den Vorgang des Silikonisierens.



Silikonschaumplatten

Silikonschaumplatten sind Silikonplatten aus gemischtzelligem Silikonschaum und weisen einige besonders vorteilhafte Eigenschaften auf, wie z.B. Festigkeit, Elastizität, Flexibilität und sind zudem äußert UV- und temperaturbeständig.

Diese Dichtungen eignen sich für sowohl die Innen- als auch die Außenanwendung und werden u.a. zum Dämpfen, Isolieren und Lagern verwendet. Besonders geeignet für Hochtemperaturanwendungen mit sehr guter Toleranzaufnahme.



Stanzen:

Beim Stanzen werden Flachteile aus verschiedenen Materialien (z.B. Gummi, Kunststoffe) aus einem Druckbogen herausgetrennt. Dies wird meist mit einer Presse und einem Schneidwerkzeug gefertigt.



Styrol-Butadien- Kautschuk (SBR)

SBR besitzt gute mechanische Eigenschaften und ist einsetzbar im Temperaturbereich von –50° bis 100° C.

Einsatzbereiche sind u.a. Laufflächen von Kfz-Reifen und technische Gummiartikel (Transportbänder, Dichtungen, Profile).



UL-File-Nummer:

Die UL-File Nummern werden von der Organisation Underwriters Laboratories zur Überprüfung von Produkten vergeben und dienen vor allem dazu sicherheitstechnische Maßregelungen zu finden. Besonders wichtig ist es hierbei das Brennverhalten von Kunststoffen zu dokumentieren (Yellow-Card) und zu klassifizieren (UL-File-Nummer).

Die wichtigsten UL-File-Nummern lauten:

  • Mylar A: E93687
  • Hostaphan WN: E53895
  • Hostaphan RN: E53895
  • Teonex: E206562
  • Nomex Typ 410: E34739
  • Nomex Typ 411: E34739
  • Nomex Typ E56: E34739
  • Kapton HN: E39505
  • Kapton MT: E39505
  • Makrofol DE: E41613
  • Formex: E121855
  • Ultem: E103380
  • Ultem WH217: E61257
  • Valox: E61257
  • Lexan: E61257
  • Norton TH (Taimide): E231847

 

 

Quellen: Wikipedia, Internet, div. Fachbücher

 





Viton®

Viton® ist die Markenbezeichnung der Firma DuPont Performance Elastomere für deren Fluorelastomere.

Viton® findet in der Industrie Anwendung als Dichtungsmaterial mit hoher thermischer und chemischer Beständigkeit, beispielsweise als O-Ring-Dichtung für lösbare Flanschverbindungen in der Vakuumtechnik.

Aufgrund der guten Lösbarkeit von Viton in Estern und Aceton wird es als Bindemittel bei der Sprengstoffverarbeitung und in pyrotechnischen Sätzen z. B. MTV (Magnesium/Teflon/Viton) eingesetzt.

In Abhängigkeit von der Kettenlänge und vom Verhältnis der Monomerbausteine zueinander ist Viton auch als stark viskose Paste erhältlich, die bei etwa 100 °C weich wird und dann durch Extrusion verarbeitet werden kann.

Im Gegensatz zu anderen Elastomeren hält es Kohlenwasserstoffen wie z. B. Ölen und Treibstoffen auch bei höheren Temperaturen stand, ohne aufzuquellen oder sich aufzulösen.

Viton® wird aus Fluor und Kautschuk hergestellt. Die ISO-Kurzbezeichnung ist FKM, die DIN-Kurzbezeichnung FPM.



wärmehärtende Kleber

Wärmehärtende Kleber weisen bei Erwärmung oder Aushärtung eine bessere Klebfähigkeit auf.

Folgende Vernetzungszyklen der Wärmehärtung sind zu verwenden:

Kautschukkleber, wärmehärtend und Acrylatkleber, wärmehärtend
bei 120 C: 3 Stunden
bei 130 C: 2 Stunden
bei 150 C: 1 Stunde

Silikonkleber, wärmehärtend
bei 260 C: 2 Stunden

 



Aktualisiert am 23.02.2010 Impressum Isolierstoffklassen Markeninformationen AGB