Sekundäre Verfahren

Dr Dietrich Müller GmbH

Sekundäre Verfahren

Sekundäre Verfahren

APTIVTM Folien können in zahlreichen sekundären Verarbeitungsverfahren eingesetzt werden, wodurch Designer und Ingenieure die Vorteile und Eigenschaften der APTIVTM Folie über die unterschiedlichsten Prozesse
nutzen können.

Haftfähigkeit

APTIVTM Folien lassen sich mittels unterschiedlicher Klebesysteme auf zahlreiche Werkstoffe aufbringen. Das Klebesystem muss in Absprache mit den Kunden entsprechend den Umgebungsbedingungen der Endanwendung ausgewählt werden. In den meisten Fällen ist eine Vorbehandlung der APTIVTM Folienoberfläche erforderlich, um eine optimale Benetzung des Klebers auf der Folie zu gewährleisten.
Die unterschiedlichen Oberflächenbehandlungsmöglichkeiten werden nachfolgend aufgelistet.

Oberflächenbehandlung

Die APTIVTM Folienextrusionsanlage bietet die Option die Folienoberfläche ein- bzw. zweiseitig über eine Plasmabehandlung zu modifizieren.Dieser Prozess erhöht signifikant die Oberflächenenergie und somit die Haftfestigkeit zu Klebern, Tinten, Farbstoffen und anderen Materialien. Die gewählte Plasma Technologie ermöglicht eine hohe Oberflächenenergie (über 55 Dyn/cm) und bietet zusätzlich eine längere Lagerdauer als bei herkömmlichen Corona-Behandlungen. Des Weiteren wird das Risiko eines Foliendurchschlages (pin hole) und einer ungewünschten Rückseitenbehandlung, beides Nebeneffekte der Corona-Behandlung insbesondere bei sehr dünnen Folien, eliminiert. Die intern gemessenen Oberflächenenergien sind nach einer Zeitspanne von 12 Monaten nur sehr gering abgefallen, sodass eine definierte Oberflächenenergie über einen Zeitraum von 6 Monaten (ab Herstellungstermin) gewährleistet werden kann.
Weitere herkömmliche Oberflächenbehandlungsmethoden können natürlich ebenfalls für die APTIVTM Folien angewandt werden.
Hierzu gehören Corona-Behandlung, Beflammung, mechanisches Anrauen bzw. chemisches Ätzen.

Beschichtungen

APTIVTM Folien können je nach Anforderungen mit zahlreichen Materialien beschichtet werden. Für die Beschichtung der APTIVTM Folien können herkömmliche Anlagen verwendet werden. So werden z.B. für Klebebänder Klebersysteme auf die Rückseite der APTIVTM Folien aufgetragen. Diese Klebebänder sind bereits mit Acryl- oder Silikonklebern für unterschiedlichste Anwendungsbereiche am Markt erhältlich. Die Kombination der einzigartigen Eigenschaften der APTIVTM Folie mit einem Spezialbeschichtungsmaterial ermöglicht den Kunden die Entwicklung neuer Anwendungen, die bisher nicht umsetzbar waren. Weitere Beschichtungsarten sind B-Stage wärmeaktivierte Klebsysteme, UV härtende Systeme, Verschleißfeste Beschichtungen bzw. bedruck- oder laserbare Farbsysteme.

Zuschnitte

APTIVTM Folienbreiten können gemäß den Kundenwünschen zugeschnitten werden.

Stanzen

APTIVTM Folien können gestanzt werden und bieten den Kunden somit zahlreiche unterschiedliche Formen und Größen für Anlaufscheiben, Dichtungen und weitere Produktkomponenten. Die meisten Verarbeiter nutzen mechanische Stanzverfahren, wobei aber auch Laser und Wasserstrahlschneiden bei APTIVTM Folien angewandt werden können.

Heisslaminierung

APTIVTM Folien sind auf dem thermoplastischen Kunststoff VICTREX® PEEKTM aufgebaut und können über Press- und Rollenverfahren mit einer Reihe von anderen Werkstoffen heisslaminiert werden. Oft können die APTIVTM Folien direkt ohne den Einsatz eines Klebesystems mit anderen Substraten verbunden werden. APTIVTM Folien wurden bereits erfolgreich mit Metallfolien aus Kupfer, Stahl und Aluminium kleberlos heisslaminiert. Die unterschiedlichen Möglichkeiten zu Herstellung mehrschichtiger Substrate mit APTIVTM Folie ermöglicht somit Ingenieuren, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln direkt bei Victrex erhältich.

Schweißen und Versiegeln

APTIVTM Folien können mit unterschiedlichen Verfahren verschweißt werden. Die Verbindung wird erzielt, indem die APTIVTM Folie fast bis zum Schmelzpunkt erwärmt und gleichzeitig Druck auf die Schweissnaht ausgeübt wird. Der Schweißprozess erfolgt über Heizelement-Schweißgeräte, Ultraschalloder
Laserschweißgeräte.

Tiefziehen

Durch den thermoplastischen Aufbau haben die APTIVTM Folien einen großen Vorteil gegenüber duroplastischen Folien, da die APTIVTM Folien im Tiefziehprozess umgeformt werden können. Für das Tiefziehen können sowohl die amorphen als auch die teilkristallinen Folien, unter Beachtung der jeweiligen Verarbeitungsbedingungen, eingesetzt werden. Folien bzw. dünne Platten mit einer Stärke zwischen 6 μm und 1000 μm konnten bereits erfolgreich tiefgezogen werden.

Lasermarkierung, Laserabtragung und Laserbearbeitung

APTIVTM Folien können für einen kontrastreichen Druck auf der Folienoberfläche
direkt mit Lasern markiert werden. Über höhere Laserenergien können auch nur
Teilschichten von der Folienoberfläche abgetragen werden. Bei noch höheren Energien können die Folien mittels Laser zugeschnitten werden.

Bedrucken

APTIVTM Folien können mit den gängigen Verfahren, wie Siebdruck, Transferdruck und Tintenstrahldruck, bedruckt werden. Es wird empfohlen, die Folienoberfläche vor dem Druckverfahren einer Plasmabehandlung zu unterziehen, um eine gute Benetzung und damit Haftung des Druckmediums auf der Folienoberfläche zu gewährleisten.

Metallisierung

APTIVTM Folien können mit einer Vielzahl von Verfahren, wie Aufdampfen, Sputtern, Galvanisieren und Direktlaminieren der Metallfolien, metallisiert werden. Zahlreiche Metalle können auf APTIVTM Folien aufgebracht werden, insbesondere Aluminium, Kupfer, Zinn und spezifischere Beschichtungen wie ITO-Schichten. Über das Sputter-Verfahren können dickere Metallschichten auf die APTIVTM Folien appliziert werden.

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